Aufnahme/Indikationen:
Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen; insbesondere Mehrfachabhängigkeiten, Berücksichtigung von begleitenden Krankheitsbildern (Comorbidität), Männer und Frauen von 18 bis 45 Jahren, Aufnahme nach § 35 ff. BtMG.
Behandlungsplätze:
36
Behandlungsdauer:
Vier bis sechs Monate, je nach Indikation.
Behandlungsziele:
Behandlungsformen:
Psychotherapie in der Gruppenarbeit, Sozialmanagement, Arbeits-, Sport- und Körpertherapie, ärztlich-medizinische Behandlung als integrale Gesamtheit. Freizeit- und Kreativaktivitäten sowie Nachsorge ergänzen dieses Programm.
Psychotherapie:
Tiefenpsychologie, Gestalttherapie, kognitive Therapie, Verhaltenstherapie.
Arbeitstherapie:
Schreinerei, Malerei, Garten, Wald, Tierhaltung, hauswirtschaftlicher Bereich, externe Arbeitsprojekte und berufsbezogene Praktika, Bewerbungstraining, PC- und Internetkurse.
Kreativität/Freizeit/Sport:
Theater, Kunst, Yoga, Aeorbic, Nordic Walking, eigene Sportanlagen, Zelten usw. werden professionell von einer Sporttherapeutin angeleitet.
Kosten- und Leistungsträger:
Die Würmtalklinik wird von allen Kosten- und Leistungsträgern anerkannt und belegt. Zu nennen sind hier BfA, LVA, als federführender Kostenträger die LVA Oberbayern, Krankenkassen und überörtliche Sozialhilfeträger.
Zertifizierung:
Die Klinik ist nach ISO 9001/2000 zertifiziert.
Netzwerk:
Therapieverbund Oberbayern
Leitung:
Ärztliche Leitung:
Therapeutische Leitung:
Ingrid Ploch, Dipl.-Psychologin
Information- und Aufnahme:
Harald Wittstadt, Dipl.-Pädagoge
Uwe Fischer, Betriebswirt
Aus dem Konzept der Würmtalklinik Gräfelfing:
Behandlungsansatz
„Die Therapie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Hat in der Suchtentwicklung der Missbrauch von Substanzen auch dazu gedient, Befindlichkeiten zu steuern, Affekte abzuwehren, zum Beispiel die Abwehr von Schamgefühlen, so kann Therapie nicht nur den Drogenverzicht meinen. An die Stelle, an der zuvor die Drogeneinnahme stand, ist für die Zukunft das Ausfüllen dieses Vakuums lebensnotwendig. Daher ist sowohl auf psychotherapeutischer Seite eine Aufarbeitung persönlicher Defizite notwendig wie auch das Angebot, im Arbeits- und Freizeitverhalten Alternativen zu entwickeln.
Alle oben beschriebenen Risikofaktoren für den Beginn einer Abhängigkeitsentwicklung sind gleichzeitig auch Risikofaktoren für das Scheitern einer Therapie. Daher ist die genaue Analyse der individuellen Entwicklung eine wichtige erste diagnostische Maßnahme in unserer Klinik. Wir folgen hier im Verständnis der Suchtentwicklung dem psychoanalytischen Denkmodell, das die Entwicklung einer Abhängigkeit als Folge komplexer, vernetzter und dynamischer Bedingungen versteht. Dies bedeutet, dass wir im Einzelfall auch den Grad der neurotischen Beteiligung untersuchen, Persönlichkeitsstörungen definieren und für Borderline-Strukturen die besonderen Merkmale herausarbeiten.
Es besteht am Anfang ein Befund über die psychische und somatische Erkrankung, über die Gefahr einer manifesten Suicidalität und Delinquenz und über die Neigung zu Impulsdurchbrüchen und Störung der therapeutischen Bündnisfähigkeit.
Neben der psychoanalytischen Ausrichtung sind sowohl kognitive als auch übende Verfahren notwendig, um eine langfristige Abstinenz zu erreichen.“
Klosterweg 1 • 83629 Weyarn
Tel.: +49(0)8020 906-0 • Fax: +49(0)8020 906-302
Stellenangebote
Hauptgeschäftsstelle, Weyarn
Hauptgeschäftsstelle, Weyarn
Laufer Mühle, Adelsdorf
Meldungen
15.02.12
St. Josefshaus, Rheine
26.01.12
St. Georg, Buchholz
Termine
16.-17. April
Kloster Himmelspforten, Würzburg
22. Mai