Aufnahme/Indikationen:
Adaptionsbehandlung für alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige sowie politoxikomane Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren, die nach erfolgreich beendeter fachklinischer Behandlung weiterer Hilfe zur endgültigen Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sowie zur sozialen Reintegration bedürfen.
Behandlungsplätze:
20
Behandlungsziele:
Weitere Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, Eingliederung in Beruf und Gesellschaft, dauerhafte Stabilisierung der Abstinenzmotivation, nachhaltige Kompetenzverbesserung auf der sozialen und persönlichen Ebene, Erwerb von persönlichen Freizeitkompetenzen.
Behandlungsdauer:
In der Regel 12-16 Wochen; individuelle Verkürzungen und Verlängerungen sind möglich.
Behandlungsinhalte:
Arbeits- und Strukturerprobung mittels externen Praktikums . Hilfestellung bei Stellen- und Wohnungssuche, systematische Förderung beruflicher und sozialer Fertigkeiten. Begleitseminare zum Widereinstieg in den beruflichen Werdegang. Freizeitmanagement mit Erlebnis- und Fitness-Inhalten, Haushaltsführung.
Therapieaufbau- und Struktur:
Einzel- und Gruppentherapie mit Bezugstherapeutensystem, verschiedene Indikativgruppen.
Unterbringung:
Einzel- oder Doppelzimmer mit eigener Küche; zum Teil mit Dusche und WC.
Kostenträger:
LVA Oberbayern (federführend),
BfA Berlin, Krankenkassen und übergeordnete Sozialhilfeträger.
Leitung:
Marcus Breuer, Dipl.-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut
Tel.: +49 (0) 89 318999-12
Ärztliche Leitung:
Dr. med. Elizabeth Ley-Reuß, Fachärztin für Psychiatrie
Information und Aufnahme:
Julia Brunner, Dipl. Sozialpäd. (FH) Tel. +49 (0) 89 318999-0
Barbara Gasteiger, Dipl. Sozialpäd. (FH) Tel. +49 (0) 89 318999-0
Aus dem Konzept des Adaptionshauses Kieferngarten:
Ablauf der beruflichen Orientierung und Reintegration
Die ersten zwei Wochen der Adaption dienen der Orientierung innerhalb des neuen Rahmens. Im Rahmen der internen Arbeitserprobung überprüfen wir die allgemeinen arbeitsbezogenen Schlüsselfertigkeiten jedes Patienten und verbessern diese, wo immer dies nötig ist. Als Basis für die berufliche Reintegration erfassen wir zunächst die berufliche Anamnese jedes Klienten (ausgeübte Tätigkeiten, berufliche Erfahrungen und Probleme, individuelle Stärken und Schwächen), wobei wir die Berichte und Erfahrungen der vorbehandelnden Fachkliniken hinzuziehen.
Darauf aufbauend bespricht ein Mitarbeiter mit dem Klienten zunächst, in welchem beruflichen Bereich dieser nach der Adaption wieder einsteigen möchte und ob dieser Plan realistisch ist. Im Rahmen eines komplexen Beratungsprozesses entsteht im Verlauf eine möglichst erfolgversprechende und zugleich realistische berufliche Zukunftsperspektive.
An deren Anfang steht ein externes Praktikum in einem Münchner Betrieb, welches sämtliche Bewohner nach der Eingewöhnungszeit für 2 - 4 Wochen absolvieren. Zwar soll die Praktikumssuche im Sinne des Realitätstrainings möglichst selbständig erfolgen, doch ist eine Unterstützung in Form von Gesprächen notwendig, um Bewerbungen zu formulieren, Vorstellungsgespräche einzuüben und den Umgang mit Lücken im Lebenslauf zu handhaben (Praktikumssuchendengruppe bzw. Arbeitskompetenzgruppe). Darüber hinaus finden im Haus Trainingskleingruppen statt, in denen die Klienten lernen, sich entsprechend der aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes zu präsentieren (Arbeitssuchendengruppe). Bei Absagen werden Umstände erörtert und unsererseits zur Motivation beigetragen, die Bemühungen fortzusetzen. Treten für den Klienten Schwierigkeiten auf, die alleine zu bewältigen er sich nicht zutraut, wird zusammen mit ihm eine geeignete Stelle gesucht. Dabei können wir mittlerweile auf einen „Praktikumspool“ zahlreicher Kooperationspartner zurückgreifen, bei denen frühere Bewohner des Adaptionshauses ihr Praktikum erfolgreich durchgeführt haben.
Bei auftretenden Schwierigkeiten bespricht der Klient mit uns seine Erfahrungen am Praktikumsplatz bezüglich des eigenen und fremden Sozialverhaltens (Praktikumsgruppe). Gleichzeitig halten wir Kontakt mit dem Praktikumsgeber. Selbstschädigende Erlebens- und Verhaltensweisen im Konfliktfalle zu erörtern und damit den Stabilisierungsprozess nicht zu unterbrechen, macht eine Kommunikation mit dem jeweiligen Bezugstherapeuten notwendig. Eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Arbeitsagentur und weiteren Arbeitsvermittlungsstellen stehen ebenfalls in unserem Interesse.
Klosterweg 1 • 83629 Weyarn
Tel.: +49(0)8020 906-0 • Fax: +49(0)8020 906-302
Stellenangebote
Hauptgeschäftsstelle, Weyarn
Hauptgeschäftsstelle, Weyarn
Laufer Mühle, Adelsdorf
Meldungen
15.02.12
St. Josefshaus, Rheine
26.01.12
St. Georg, Buchholz
Termine
16.-17. April
Kloster Himmelspforten, Würzburg
22. Mai