Ordenswerke - Suchthilfe

Deutscher Orden

Suchthilfe - Stationäre Therapie Haus Hohenlinden

Suchthilfe - Stationäre Therapie Haus Hohenlinden

Im Neuen Weg 33

53424 Remagen


+49 (0) 2642 90060-1

+49 (0) 2642 1547

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Aufnahme/Indikationen:
Männliche Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen von illegalen Drogen in der Regel ab 18 Jahren. In Ausnahmefällen nehmen wir auch Jugendliche ab 16 Jahren auf. Aufnahme nach § 35 und § 36 des BTMG.

Behandlungsplätze:
32, einschließlich sechs Plätze im Adaptionshaus.

Behandlungsziele:
Primäre Therapieziele unserer Fachklinik sind eine dauerhafte, abstinente Lebensweise, die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und berufliche Integration, sowie die soziale Wiedereingliederung unserer Patienten. Um diese Ziele zu erreichen, ist es notwendig, dass der Drogensüchtige für sein zukünftiges Leben alternative Bewältigungsstrategien anstelle des Drogenkonsums entwickelt.

Behandlungsdauer:
Vier bis sechs Monate mit anschließender drei- bis viermonatiger Adaptionsbehandlung. Die Dauer wird nach dem individuellen Entwicklungsstand des einzelnen Patienten in Kooperation mit ihm entschieden.

Behandlungsformen:
Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise bezieht die Behandlung unterschiedliche Formen ein, die inhaltlich aufeinander bezogen und in das Gesamtkonzept integriert sind. Das individualisierte Therapieprogramm umfasst Diagnostik, medizinische, psychotherapeutische, arbeitstherapeutische, sozialtherapeutische und sporttherapeutische Angebote sowie vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Psychotherapie:
Die Gruppentherapie ist von zentraler Bedeutung. Das therapeutische Angebot umfasst Bezugsgruppen, phasenspezifische Gruppen, Indikativgruppen (soziale Kompetenz, Aggression, Kriminalität, Beziehungen/Sexualität, Entspannung, Nichtrauchertraining), Großgruppen und Angehörigen-Seminare. Je nach Indikation kann die begleitende Einzeltherapie auch in den Vordergrund treten.

Therapiestruktur:
Die Behandlung orientiert sich an den Prinzipien der therapeutischen Gemeinschaft. Die Therapie ist gegliedert in

  • Orientierungsphase,
  • Basistherapie
  • Adaptionsphase.

Bei Bedarf wird eine ambulante Nachsorge angeboten. Neben der Psychotherapie und Sozialtherapie (lebenspraktische Hilfen, Schuldnerberatung) ist die Arbeitstherapie und berufliche Rehabilitation (Arbeits
beratung, Bewerbertraining, Berufspraktikum) ein wesentliches Element innerhalb der Behandlungsstruktur.

Leitung:
Gerlinde Baban, Leitende Ärztin Tel.: +49 (0) 2642 90060-3

Information, Aufnahme und Öffentlichkeitsarbeit:
Jana Biesenbach, Erziehungswissenschaftlerin, Tel.: +49 (0) 2642 90060-2

Kosten- und Leistungsträger:
LVA Rheinland-Pfalz (Federführender Kostenträger), LVA´s bundesweit, Krankenkassen, Sozialämter, Jugendämter.

Aus dem Konzept von Haus Hohenlinden:
„Da nach unserer Auffassung jeder Suchterkrankung ein individuelles und spezifisches Ursachenbündel zugrunde liegt, versuchen wir dem durch eine Individualisierung der Behandlung gerecht zu werden.
Wir vertreten einen individuumszentrierten, lösungsorientierten Ansatz, der von den Fähigkeiten und Ressourcen des Patienten ausgeht. Während der Behandlung sollte eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Lebens- und Suchtgeschichte, der Aufbau von Verhaltensalternativen zum Drogenkonsum und eine realistische soziale und berufliche Zukunftsplanung erfolgen.
Entsprechend unseres psychoanalytischen Krankheitsmodells liegt der Schwerpunkt der psychotherapeutischen Arbeit bei der Stärkung der Ich-Funktionen und dem Aufbau stabiler Objektbeziehungen. Dies setzt ein Arbeitsbündnis zwischen Patient und Therapeut, das durch therapeutische Grundeinstellungen wie Präsenz, Respekt und Akzeptanz geprägt ist, voraus (Heigel-Ewers, Heigel und Ott, 1993) und klare Strukturen, Hilfs-Ich- und Über-Ich-Funktionen und Möglichkeiten zur Ambivalenz bietet.
Die für Süchtige typischen strukturellen Defizite und Beziehungsstörungen machen u. E. eine Nachreifung der Gesamtpersönlichkeit erforderlich. Die therapeutische Gemeinschaft mit ihren zentralen Prinzipien der Selbstverantwortung, -verwaltung und -versorgung unter professioneller Anleitung und Unterstützung stellt hierfür ein fruchtbares, realitätsnahes und geschütztes Übungsfeld dar. (Jablonski, 1990).“


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Tel.: +49(0)8020 906-0 • Fax: +49(0)8020 906-302

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